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Wandern um den Vulkanberg Mbapit
Während man selbst auf der hohen kreisförmigen Kraterkette steht, muss der Blick fast hundert Meter nach unten fallen, um auf das ruhige Blau des heiligen Gewässers zu treffen. Das verbindende Element war der kluftige Fels, auf dem gegen die Gesetze jeder menschlichen Logik Bäume ihre Wurzeln geschlagen haben.
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Kamerun hat Besuch
„On est pauvre, mais on n’est pas misérable“ Wohl selbst überrascht von dieser kalenderspruchreifen Zusammenfassung seiner vorher in einer Stunde dargelegten Sicht über sein Land, wiederholte der Museumsführer Robert (*Name geändert) diesen Satz noch weitere vier Mal, bis er mit seiner Analyse fortfuhr. Er und viele weitere gaben eine Momentaufnahme Yaoundé’s rund um den Staatsbesuch von Emmanuel Macron in Kamerun. 24.07 : Die Vorbereitungen Am Sonntagmittag sind die Straßen Yaoundés wesentlich ruhiger zu erkunden als an jedem anderen Tag. Bis auf die omnipräsenten Händler und Taxifahrer hat sich der Großteil der Werktätigen heute zur Ruhe gesetzt. Doch auch sie verkehrten weniger frequent und lautstark als an normalen Wochentagen. Einzig der pompöse…
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Kribi – „La Belle“
Der Ablauf nach der Tour sieht genau gleich aus. Vielleicht springt man einmal ins Wasser oder gesellt sich zu den am späten Nachmittag spielenden Fussballern. Die Flut kündet das Spektakel des bevorstehenden Sonnenuntergangs an, und wenn sich der Himmel dann schwarz färbt sucht man sich ein Restaurant, um wenigstens einmal aus dem Haus gekommen zu sein.
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Indikatives Zeitverständnis Teil 2: Die Hochzeit
Eine Hochzeit ist der wohl größte Anlass für eine groß angelegte Feier in Kamerun. So auch bei meiner Kollegin und ihrem Bald-Ehemann. Während die Festivitäten schon vor einer Woche mit der traditionellen Übergabe von Geschenken und der Braut vollzogen wurden, standen heute die drei folgenden Punkte auf dem Tagesprogramm: Vermählung im Bürgeramt, Vermählung in der Kirche und Feier am Abend. Der Termin im Bürgeramt ging fast pünktlich eine Stunde nach Programmplan los. Große Unterschiede zu einer deutschen standesamtliche Trauung konnte ich, bis auf die Geräuschekulisse, nicht ausmachen. Tiefpunkt war die arg patriarchische und auch noch langwierige Rede des Standesamtlers, der in monotonem Gebrabbel nicht häufig genug betonen konnte, welche dem…
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Indikatives Zeitverständnis Teil 1: Douala, die Stadt am Meer
Ich mache eine Liste. Ab jetzt mache ich eine Liste. Nur so kann ich nachverfolgen, wie viel Zeit ich während meines Aufenthalts in Kamerun mit reinem Warten verbracht habe. Nur zur Orientierung: Als ich in einem deutschen Podcast hörte, 30 Minuten Wartezeit wären eine Zumutung, brach ich in schallendes Gelächter aus. Ich lachte nicht aus Unverständnis für diese mir sehr plausibel erscheinende Einordnung. Ich lachte aus reiner Verzweiflung. 30 Minuten sind der Himmel auf Erden, wer braucht da noch das Paradies? Heute geht es um meine persönliche Hölle, das „indikative Zeitverständnis“. Der Blog beginnt mit einem typischen Mittwochmorgen – es gab Haferflockenmüsli zum Frühstück und meine seit zwei Wochen leer…
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Die Glückszahl meines Taxifahrers
Schon ein merkwürdiger Geruch, dem die Kameruner jeden Tag ausgesetzt sind, wenn sie allmorgendlich an mir vorbeilaufen: Eine Mischung aus Schweiß, Sonnencreme, Mückenspray und schließlich Parfüm, um im Büro souverän zu wirken. Doch der Austausch von kuriosen Eindrücken ist beidseitig, denn auch ich wurde innerhalb der letzten Woche mit merkwürdigen und eindrucksvollen Dingen konfrontiert, von denen ich euch in diesem Blogeintrag berichten möchte. Fangen wir am besten mit dem ersten Punkt auf meiner eben genannten Odeur-Liste an: Schweiß. Viele Menschen in Kamerun wirken ziemlich sportlich und fit. Während die Muskeln einiger jungen Männer wie Bögen gespannt sind, sieht man Damen nicht selten in kurviger „S“-Form ihres Weges stolzieren. So kommt…
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Meine erste Woche in Yaoundé
Der augenscheinliche Nachteil an chronologisch geschriebenen Reiseberichten ist, dass sich der Autor zwangsläufig einer Liste voller Aufzählungen ergeben muss, die zwar informativ, jedoch wenig unterhaltsam ist. Ich lief also – es war der fünfte Tag meines Aufenthalts – der Zeit entgegengesetzt, rückwärts durch den innerstädtischen Stadtverkehr, verwandelte Kohlendioxid in Sauerstoff und schaute dem Regen dabei zu, wie er von den Wolken aufgesaugt wurde. Und wenn auch die Taxifahrer im Rückwärtsgang fahren, oder das Ei ein Huhn legen würde – es würde in diesem mir noch so unbekannten Treiben hier nicht weiter auffallen. Auch ist der Prozentsatz an französischen Sätzen, die ich verstehe, rückwärts wie vorwärts gesprochen, ungefähr identisch, was an…
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Lobeke Nationalpark #2: Lebensmittelvergiftung auf der Anreise
Ongola dämmert rosa, da stehen meine drei Freunde und ich auf einem Parkplatz des Diplomatenviertels Bastos. In diesem Moment ahnt keiner von uns was uns in den nächsten Tagen erwartet – sei es Lebensmittelvergiftungen, tödliche Schlangen, oder majestätische Gorillas. Wahrscheinlich hätte sich Tim, mein Freund aus Deutschland, der zum ersten nach Afrika gereist ist, bei diesen Schlagwörtern gar nicht erst in den Flieger gesetzt. Doch nun ist es zu spät. Zusammen mit unserem Fahrer Papa Simon, Fabienne und Gianluca schwingen wir uns in den gemieteten Pick-Up. Von Yaoundé, wie die Stadt auf Landkarten heißt, führt uns unsere Reise 800 Kilometer weit in den Lobéké-Nationalpark, ein unberührtes Regenwaldgebiet inmitten des Kongobeckens.…
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Lobeke Nationalpark: Neue Schlangenart im Regenwald Kameruns entdeckt?
Fünf Uhr morgens. Es ist noch stockfinster inmitten des Regenwaldes des Kongobeckens und mein Wecker klingelt mich aus meinem Schlaf. Ich steige aus meinem Zelt, ziehe mir ein langärmliges Hemd über und wecke die anderen: Tim, Fabienne, dazu unseren Waldführer und die beiden bewaffneten Wächter. Wenige Minuten später, es dämmert bereits, verlassen wir unser kleines Basiscamp und schlagen uns hinein in den dichten Urwald. Unser Ziel: Die Waldlichtung Djaloumbé. Wanderung im Morgengrauen – Zur Aussichtsplattform Wir befinden uns am südöstlichsten Zipfel Kameruns, zwei volle Fahrttage entfernt von Yaoundé, im sogenannten Lobéké-Nationalpark. Dieses Schutzgebiet von der Größe des Saarlands ist Teil der zweiten Lunge der Erde – dem Kongobecken – und…
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Ist eine Hebamme an Bord? Abenteuerliche Anreise in Kamerun
Vor kurzem verbrachte ich einen wundervollen Kurzurlaub in Ebodjé, einem seelenruhigen Fischerdorf, welches zwischen Meeresrauschen und Tropengrün auf weichem Sandstrand gebettet liegt. Hier habe ich Riesenschildkröten- und Krabben gesehen und bin mit einer Piroge über den Ozean gepaddelt (hier nachlesen). Klingt beneidenswert? Dann möchte ich euch heute dazu einladen, die Schattenseite dieses Paradieses kennenzulernen: Meine abenteuerliche Anfahrt. Die Hinfahrt: Haben wir eine Hebamme an Bord? Los geht es am Freitagabend in Yaoundé. Mit der Busgesellschaft Men Travel, nebenberuflich eine arge Lobbyistin gegen die Gendersprache, hauptberuflich eine notorische Zuspätkommerin, fuhr ich zwei Stunden nach geplanter Abfahrt aus dem Busbahnhof in Bastos hinaus. Der erste Halt: Die 200 Meter entfernte Tankstelle, wo…























