Afrika,  Kamerun,  Leben

Wenig gereist, viel geschraubt – ein Zwischenstand

„J’arrive“ – „Ich komme“ – heißt in Kamerun so viel wie „Ich liege noch im Bett, habe aber bereits die Absicht, dich zu besuchen“. „Je suis en train d’arriver“ – „Ich bin dabei anzukommen“ heißt, ich habe gerade das Haus verlassen, jetzt kann es je nach Stau-Situation noch bis zu zwei Stunden dauern. „Je suis la“ – „Ich bin da“ – heißt, ich biege gerade in deine Wohngegend ein, besorge im Nachbarkiosk aber noch flink ein Gastgeschenk. Was sagt man also, wenn man tatsächlich da ist? Ganz einfach: „Tu es où?“ – „Wo bist du?

Zwischen diesen feinen linguistischen Farbtönen, wo ordnet sich da ein neuer qualitativ hochwertiger Blogeintrag ein? Sagen wir’s so: Der Blogeintrag liegt im Bett, hat aber bereits die Absicht, geschrieben zu werden. Il arrive…

Bestandsmeldung

Den Moment der Ruhe kann ich nun also für eine Eigeninventur nutzen: Was gibt es Neues im Hause Wohinnoch? Ich bin in letzter Zeit nicht mehr zum Reisen gekommen und hatte dadurch wenig zu berichten. Ein großes Event, von dem ich euch erzählen wollte, wurde leider erstmal verschoben: Die Hochzeit der Schwester meiner Freundin – ihr erinnert euch vielleicht noch an das Toquer Porte vom letzten Jahr. Grund für die Verzögerung sind Störungen im familiären Betriebsablauf.

Wenig Stoff, viel zu tun: Im Juli bin ich innerhalb Yaoundé’s umgezogen, was dazu geführt hat, dass ich an Möbeln schrauben musste, anstatt an einem neuen Blogeintrag. Außerdem arbeite ich intensiv an einem Großprojekt für den Blog, von dem ich euch leider noch nicht erzählen kann. Kleiner Tipp: Es geht ums Reisen und um Kamerun. Na, kommt wer drauf? Gegen Ende des Jahres soll es dann aber so weit sein!

Auch meine Kamera wurde in den letzten Wochen seltener angerührt als ein Mönch im Kloster. Doch glücklicherweise habe ich noch ein paar Fotos aus dem Mai, die ich nicht mit euch geteilt habe: Von meinem Architektur-Spaziergang in Yaoundé und von einer Modeschau in Bastos.

Modeschau im Africrea in Bastos

Das war die erste Modeschau in meinem Leben und ich war überrascht, wie viele Leute anwesend waren. Das Konzept ist klar: Eine Designerin präsentiert an gut aussehenden Damen ihre neuesten Stoffkombinationen. Die potentiellen Kunden träumen sich in ebenjene Kleider und zücken erfreut die Geldbörse auf dass das Geschäft floriere. Fotografen springen auf diese ästhetische Gelegenheit auf wie Heuschrecken zur Erntezeit.

Architektur-Spaziergang durch Yaoundé Innenstadt

Durch Yaoundé zu spazieren und dabei Fotos von Gebäuden zu machen hatte ich schon lange geplant. Die Bedingungen dafür sind allerdings abschreckend: Das Fotografieren von kritischer Infrastruktur ist verboten- und zu kritischer Infrastruktur zählt oft bereits die Hundehütte im Hinterhof einer Behörde. Ich versuchte es einfach trotzdem und kam meist mit meiner ehrlichen Antwort durch, dass ich die Schön- und Besonderheiten der Architektur Yaoundés festhalten möchte, um sie meinen Lesern in Deutschland zu zeigen. Errät jemand den Baustil? Auf die Bilder für Beschreibungen klicken!

Bis bald, André

Wer schreibt hier?

Ich bin André, lebe seit 2022 in Kamerun und bin dein Anlaufpunkt für Reisen in Kamerun. Auf Wohinnoch? erkunde ich mit euch die Welt, schreibe Erfahrungen nieder und gebe euch Reisetipps. Wenn diese Worte nicht meine letzten an dich sein sollen, kannst du meinen Blog abonnieren und mir auf Instagram folgen.

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