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Der richtige Sitzplatz im Bus – Eine Gebrauchsanweisung
Reisen. Was für ein wunderbares Wort! Von „to rise!“, „aufstehen“, leitet es sich ab und lässt uns sofort an Huckleberry Finn‘s Abenteuer denken. Doch was ist das nur für eine Illusion! In Wahrheit beginnt eine Reise doch immer mit einem „sich setzen“. Auf das verstaubte Moquette eines alten Reisebussitzes zum Beispiel. Nur auf welchen? Diese Frage überfordert nicht wenige Hobby-Abenteurer, weswegen ich mich heute ihrer Antwort widmen möchte. Oder anders: Ein Plädoyer zu Hause sitzen zu bleiben. Als Erster oder als Letzter Einsteigen? „Wie wähle ich beim Einsteigen in den Reisebus den richtigen Sitzplatz aus?“ Welcher Reisende hat sich beim Warten am Bahnhof noch nicht über diese Frage den Kopf…
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Wer bist du – und wenn nicht, entschuldigung.
Kennst du diesen Schmerz, wenn dir etwas Peinliches passiert ist und du es nicht mehr geradebiegen kannst? Wenn selbst die Zeit, ein hilfloser Chirurg, deine Würde nicht mehr retten kann und in ihre Akte „Hoffnungsloser Fall“ notiert? Du bist nicht allein. Ich habe neulich festgestellt, dass ich ein Talent für grotesk peinliche Momente habe, ganz besonders im Bereich der interkulturellen Kommunikation und noch besser: Beim Kennenlernen in Kamerun! Heute möchte ich dich einladen, ein paar dieser Situationen nachzuerleben, in der Hoffnung, dass ich meinen Schmerz auf dich abladen kann, um dann wieder butterweich ins nächste Malheur zu treten. Bringen wir es hinter uns! 1. Situation Die erste Situation ereignete sich…
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Ekstase beim Afrika Cup – Eindrücke aus Yaoundé
Während man in Europa argwöhnisch auf den Afrika Cup schaut („Die nehmen uns die Spieler weg!“), ist das Fußballturnier in Afrika ein Riesenevent, mit dem Potential ganze Landmassen zum Tanzen zu bringen. Das diesjährige Turnier in der Elfenbeinküste verfolge ich dabei aus Yaoundé. In diesem Blog-Eintrag nehme ich euch mit in eine Bar, in der ich zusammen mit meinem guten Freund Paul das alles entscheidene Vorrundernspiel gegen Gambia schauen werde. Eines ist klar: Ein Sieg muss her! Anreise in eine Bar fürs entscheidene Spiel Es ist Januar in Yaoundé – tagsüber knallt die Sonne auf die Erde und entzieht ihr diesen typischen roten Staub, der sich wie ein dichter Nebel…
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Mein erstes Mal Kamerunisch Kochen – Okok
Wenn man meine Integrationserfolge daran messen möchte, wie sehr ich die kamerunische Küche bereits verinnerlicht habe, wird man mich schwer enttäuscht des Landes verweisen müssen. Ich habe es innerhalb zweier Jahre nicht geschafft, auch nur einmal nach kamerunischer Art zu kochen. Doch dieser Trauerserie habe ich heute endlich ein Ende bereitet. Wenn ihr wissen wollt, wie man kamerunisch kocht und wie das aussieht, wenn es ein Dilettant tut, dann bleibt dran! Was isst man in Kamerun? Auf die Frage, was man in Kamerun isst, gibt es wie immer keine einheitliche Antwort. Zu verschieden sind die klimatischen Bedingungen in den Regionen des Landes, und damit auch die dort lebenden Pflanzen und…
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Zu Gast auf Traditioneller Hochzeit in Kamerun: Fotos & Erlebnisse
Vor einigen Wochen durfte ich den festlichen Auftakt zur traditionellen Hochzeit der Schwester meiner Freundin miterleben. In meinem letzten Beitrag habe ich bereits das erste Ritual dieses Zeremonien-Marathons per Video vorgestellt. Heute präsentiere ich die Fotos, die ich als auserkorener Fotograf an diesem Abend gemacht habe. Sie zeigen das Toquer Porte, das „An-die-Tür-Klopfen“, bei dem sich beide Familien über die bevorstehende Hochzeit austauschen. Der Beitrag ist in fünf Abschnitte gegliedert: 1. Vorbereitungen, 2. Ankunft der Gäste, 3. Zeremonie, 4. Feier und 5. Der Tag danach. Viel Spaß! 1. Die Vorbereitungen Als wir am Freitagabend im Haus der Familie meiner Freundin ankamen, waren die Vorbereitungen für die morgige Zeremonie schon in…
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Morgensport in Yaoundé: Laufen, Tanzen, Schwitzen am Mont Fébé
Samstagmorgen, 7 Uhr. An Kreuzungen und Kreisverkehren überall in Yaoundé trifft sich eine riesige Gemeinschaft zum Morgensport. Aus den gelben Taxis steigen nach und nach Männer und Frauen in bunten Regenmänteln. Das Motto: „Das Fett ausschwitzen.“ Auch ich bin dabei. Ohne Regenmantel, dafür aber mit ordentlich Elan, treffe ich meine Kumpels am Kreisverkehr in Bastos. Unser Ziel: Den Mont Fébé joggend bezwingen. Tanzender Massensport am Parcours Vita Entlang der breiten Präsidentenstraße strömen Menschenmengen bergauf. In Gruppen organisiert, Sportclubs, Betriebe, Religionsgemeinschaften oder Kompanien, geht es in Schritt, Lauf oder Marsch hinauf. Die Soldaten posaunen im Gleichschritt gewaltige Marschlieder, andere haben Boxen im Schlepptau. Die Straße vibriert! Nach etwa einem Kilometer erreichen…
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Mein Osterwochenende in Kamerun
In Kamerun ist das Osterwochenende etwas kürzer als in Deutschland. Karfreitag ist auch hier Feiertag, aber am Ostermontag geht’s für Angestellte wie mich schon wieder zurück ins Büro. Genug Zeit aber, um dem Alltag zumindest ein bisschen zu entkommen. Am Freitag bin ich zur Abenddämmerung auf den Nkolondom-Berg nördlich von Yaoundé gewandert. Sonntags war ich auf der Ostermesse. Bei beiden Events hatte ich meine Kamera dabei und nehme euch daher jetzt mit durch eine Bilderserie und die dazugehörigen Geschichten. Wandern bei Dämmerung ist in Kamerun eine heikle Angelegenheit. Zwischen Nachmittagshitze und Finsternis liegen nämlich nur zwei Stunden. Die ersten Kilometer absolvierten wir demnach schwitzend und schnaufend und mussten uns trotzdem…
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Kamerun lesen – Meine fünf Buchtipps
Liebe Leserschaft, dieser dicke Block existiert nun schon seit fast einer Dekade und noch nie gab es Buchtipps! Das muss sich unbedingt ändern. Denn nach zehn Jahren habe ich es geschafft, fünf Bücher zu lesen, die ich euch jetzt alle empfehlen werde! Oder besser gesagt: Wenn ihr etwas über oder aus Kamerun lesen wollt, soll euch dieser Eintrag als Inspiration für euren nächsten Dussmann-Besuch dienen. Jedes Jahr gegen Juni hängen riesige Pflaumen an den Bäumen Zentralkameruns. So auch 1940: Es ist Zweiter Weltkrieg, und der Dichter und Beamte Pouka kehrt in sein Heimatdorf Edéa zurück. Patrice Nganangs historischer Roman erzählt von den Auswirkungen der sich bekriegenden Kolonialmächte auf das noch…
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Wenig gereist, viel geschraubt – ein Zwischenstand
„J’arrive“ – „Ich komme“ – heißt in Kamerun so viel wie „Ich liege noch im Bett, habe aber bereits die Absicht, dich zu besuchen“. „Je suis en train d’arriver“ – „Ich bin dabei anzukommen“ heißt, ich habe gerade das Haus verlassen, jetzt kann es je nach Stau-Situation noch bis zu zwei Stunden dauern. „Je suis la“ – „Ich bin da“ – heißt, ich biege gerade in deine Wohngegend ein, besorge im Nachbarkiosk aber noch flink ein Gastgeschenk. Was sagt man also, wenn man tatsächlich da ist? Ganz einfach: „Tu es où?“ – „Wo bist du?„ Zwischen diesen feinen linguistischen Farbtönen, wo ordnet sich da ein neuer qualitativ hochwertiger Blogeintrag ein?…
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Ngondo in Douala – Ein Reisebericht über ein verpasstes Fest
Wie wir den Höhepunkt des Ngondo-Festivals verschliefen und was ich gerne vorher gewusst hätte. Dezember in Kamerun ist eine Zeit der Feierlichkeiten. Neben Weihnachten und Neujahr feiern viele Kameruner auch ihre eigenen traditionellen Volksfeste. Ngondo heißt eines davon. Wir sind extra dafür nach Douala gereist und haben den Höhepunkt trotzdem verpasst. Wie es dazu kam und worum es beim Ngondo eigentlich geht, erzähle ich euch in diesem Blogeintrag. Wie wir den Höhepunkt des Ngondo verpassten Es ist Sonntag, acht Uhr morgens und am Ufer des Wouri schauen die Menschen gebannt aufs Wasser. Ein weiser Mann schwimmt in der Mitte des Flusses, holt noch einmal tief Luft und taucht für mehrere…























