• Kamerun,  Leben

    Flugreisen und ihre Auswirkungen auf die menschliche Psyche

    Man reist innerhalb von fünfzehn Stunden ans andere Ende der Welt und bequemt sich dann noch sich darüber zu echauffieren, dass die in den Lüften servierte Mahlzeit fad schmeckt. Flugreisen haben der menschlichen Spezies die Möglichkeit eröffnet, sein angeborenes Komfortbedürfnis auch in tausenden Metern Höhe, bei eisigen Temperaturen und rasender Geschwindigkeit auszuleben. Doch genau wie bei Busfahrten, die ich schon vor ein paar Monaten thematisierte, agiert unsereins im Umgang mit den veränderten Lebensbedingungen nicht immer souverän. In diesem Blogeintrag möchte ich erneut Erfahrungen teilen und den Menschen Handlungsempfehlungen für die Zukunft anbieten.

  • Adamaoua,  Kamerun

    Über die staubigen Straßen Ngaoundéré’s

    Ngaoundéré liegt zwischen den dichten Regenwäldern des Zentrums und der Sahelzone im Norden und wird deshalb von vielen Reisenden übersehen. Ganz unverständlich ist das mit Blick auf die vielen Sehenswürdigkeiten im Rest des Landes sicherlich nicht – allerdings auch nicht ganz gerecht gegenüber dem Hochplateau Adamaouas, das durchaus einiges zu bieten hat. Zugfahrt von Yaoundé nach Ngaoundéré Meine Reise Richtung Norden begann mit einer Zugfahrt. Wer damit Reiseromantik verbindet, den muss ich leider enttäuschen. Statt Taschentuchwinken am Bahnsteig gab es eine finstere Nachtfahrt im vollen Sitzabteil der zweiten Klasse. Gute 16 Stunden war ich Gast im alten, aber belebten Waggon. Mein Vierer-Sitzabteil teilte ich mir mit sehr angenehmen und ruhigen…

  • Allgemein

    Entschuldigung, Ihr Blogeintrag verspätet sich um wenige Minuten

    Huch! Mehr als zwei Wochen schon ohne neuen Blogeintrag – das gab es seit Juli diesen Jahres nicht mehr. An den Themen liegt es nicht. Erst dieses Wochenende war ich im Süden Kameruns unterwegs, habe Fotos für meine persönliche Challenge „30 Tage Licht„, in der ich euch jeden Monat die besten Fotos präsentieren muss (selbst wenn sie Müll sind). Und auch für Kamerun in Kurz habe ich viele Ideen gesammelt! Doch allein: Die Zeit, die Zeit! Sie rennt und heizt! Arbeitslos müsste man sein! Und bald geht es für Weihnachten zurück in die Berliner Heimat. Alles keine guten Voraussetzungen für einen baldigen Blogeintrag DOCH… Ich verspreche euch: Am Sonntag wird…

  • Allgemein,  Luxemburg

    Waldspaziergang ohne Folgen

    Gerade jetzt, da der Frühling erwacht, verbreiten sich auch hier in Luxemburg die Nachrichten in Betracht auf das Coronavirus und die einhergehenden Änderungen in unser aller Leben rasant. Hier im kleinen Herzogtum wurde, ganz wie in Frankreich und vielen anderen Ländern, eine Ausgangssperre über die Bewohner verhängt. In Zeiten veränderter Gewohnheiten, kann es mit Sicherheit helfen die Art in der man sein Leben angepasst hat wie man seinen Tag verbringt mit anderen Leuten zu teilen, um zu zeigen, dass wir uns alle gemeinsam durch diese turbulenten Zeiten bewegen. Da war noch alles normal: Anfangs, so muss ich zugeben, bemerkte ich die Ausgangssperre kaum. Hier in meinem Viertel bewegen sich ohnehin…

  • Allgemein,  Frankreich

    Carcassonne und La Ville en Rose

    Die einen legen unbesorgt Plättchen an Plättchen, um eine besonders schöne Landschaft aus Burgen, Wegen, Klöstern und Wiesen zu errichten, die anderen berechnen, mit herablassendem Blick, akribisch genau die Punktzahl für jede mit ihren Pinöppeln besetzte Wiese und sind sich dabei nicht zu schade, die Brettspielästhetik ein paar Punkten wegen zu opfern. Ob Typ A oder B, was uns alle vereint ist, dass wir alle, ob freiwillig oder gezwungenermaßen, wohl schon einmal Carcassonne, das Spiel des Jahres 2001 gespielt haben. An einem von losen Wattewolken geschmückten Samstag besuchte ich mit zwei weiteren Mitstudenten meiner Sprachschule die Festungsstadt, deren Ursprünge bis in die Römerzeit zurückreicht. Wir passierten zunächst die modernere Unterstadt…

  • Frankreich

    Ein Rundgang durch Montpellier

    Wenn man bereits nach zwei Tagen regelmäßig bekannten Gesichtern auf der Straße begegnet, ist man entweder in den Beverly Hills oder in Montpellier. Wenn man, als Ausschlusskriterium, noch einen Haufen neoklassizistischer und Renaissancebauten hinzufügt, kann es sich eigentlich nur um die Stadt in Okzitanien, zehn Kilometer entfernt vom Mittelmeer handeln. Während eines einwöchigen Sprachaufenthalts in Montpellier hatte ich das Vergnügen die ehemalige Hauptstadt des Languedoc-Roussillon in ihrer Spätsommerblüte kennenzulernen. Wenn man bereit ist seine Reise durch Montpellier anzutreten, wird man zwangsläufig auf dem „Place de la Comédie“, von der an den Fassaden gespiegelten Sonne geblendet, entlassen, um die Stadt zu erkunden. Dieser Ort, an dem das Opernhaus von der einen…

  • Senegal und Gambia

    Zwei Unterschiedliche Begegnungen

    Nach dem Frühstück überlegte ich mir, was ich mit dem Tag anfangen könnte. Da Wetter schien etwas wechselhaft, also entschloss ich mich in meiner Sturheit dazu an den nur fünf Kilometer entfernten Strand zu fahren. Ohne die 20 Kilogramm auf dem Hinterrad, fuhr es sich deutlich angenehmer. Beim Passieren ließ ich den Ort Mboro noch einmal genauer auf mich wirken. Es gab einige Hauptverkehrsstraßen, an denen sich ein reges Treiben beobachten ließ, sonst aber nichts was diesen Ort an sich unverkennbar machte. An den Straßenrändern, vor ihren Häusern, saßen die Mütter, oft nur ein Tischchen vor ihnen platziert, darauf fünf Limetten und eine Schale Nüsschen. Im Plausch mit ihrem Gegenüber…

  • Allgemein

    Sandwege, Rosa See und eine Lüge

    Wegen der unweigerlich näherkommenden Mittagshitze wollte ich auf keinen Fall zu spät losfahren. Sobald es also hell wurde, sattelte ich mein Ross, auch, um dem starken Verkehr in Dakar zu entkommen. Meine Route, ich hatte sie so gelegt, dass ich möglichst wenig durch die Großstadt Dakar fahren musste, sollte Richtung Norden nach Mboro führen. Schon von meinen beiden Gastgeberinnen verabschiedet, schnallte ich vor dem Haus stehend meine zwei Radtaschen an mein Fahrrad. Jetzt ist der Moment also gekommen. Hatte ich zu viel dabei? Bestimmt. Ich hatte mich schlussendlich dazu entschieden für alle Notfälle mein Zelt und die Isomatte mitzunehmen und über den beiden Radtaschen zu verstauen. In den letzteren waren…

  • Senegal und Gambia

    Strandurlaub vor Fahrradtour

    Da ich seit einem Monat ein paar Kilo mehr auf die Waage brachte, plante ich in weiser Voraussicht eins, zwei Ersatzschläuche zu kaufen. Mir stellte sich nur die Frage: Wo kauft man in Dakar Fahrradschläuche? Meine Suche im Internet endete schnell und kläglich bei einem sehr bekannten Billigsportartikel-Anbieter aus der westlichen Welt. Bevor ich jedoch in die Innenstadt aufbrach, hievte ich zuerst einmal mein Fahrrad aus dem Karton und baute jenes sogleich auf. Sollte es durch den Flug irgendwie beschädigt worden sein, hätte ich mir die Einkaufstour sparen können, oder die Reise wahlweise auf einem Esel antreten können. Jeder Schritt des Zusammenschraubens war mittlerweile gut einstudiert. Ich war in wenigen…

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