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Der Hinflug
Liebes Tagebuch, (Lucas hier) so langsam fehlt uns leider die Motivation. Man könnte auch sagen: Die Luft ist raus, wir haben einfach keinen Ansporn mehr. Das ist ja auch verständlich: nach so langer Reise kann das alles schon nerven… Nein, nur ein kleiner Spaß. Um einen kleinen (richtigen) Überblick zu verschaffen: Die Flüge waren allesamt entspannt, wir haben fast ausreichend Schlaf bekommen, den Jetlag spürt man aber schon. Fangen wir beim rührenden Abschied in Tegel mit den Familienmitgliedern, etc an. (Tag der Abreise) Nach einer abschließenden, durch Selfiestick (alias Idiotenzepter) durchgeführten, Gruppenfotoaktion, gingen wir zur Gepäckkontrolle. Und schon wurden wir, nach einer verdachtsunabhängigen Sprengstoffkontrolle bei mir, keck von der…
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Jeremy
Jeremy. Das Auto heißt Jeremy. Jeremy ist ein Einzelkind. Er ist ein quängelndes kleines Einzelkind, was hier rumheult und dort rummeckert, im Endeffekt aber dennoch seinen Dienst leistet. Jedenfalls so halbwegs, denn wir stehen gerade an einer Autobahnausfahrt und kommen nicht weiter. Aber fangen wir erstmal von vorne an. Es ist der 2. September und wir winken euch noch ein letztes Mal zu…okay gut nicht so weit vorne… Bis zum 25. September waren wir in den Blue Mountains und haben dort nach einigen Schicksalsschlägen, noch ein paar kleine Wanderungen gemacht, um die 3 Schwestern mal näher zu betrachen. “The Three Sisters” heißt eine spektakuläre Gesteinsformation in den Blue Mountains und…
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Liebes Tagebuch
lange ist´s her, da ich dir schrieb, am Herzen schwer, ne Story mir liegt, soeben geschehen, welch arg böser Streich des Schicksals Willkür, das uns den Stinkefinger reicht. Und wie wir nunmal sind, nehmen wir die ganze Hand. 😉 So viel schonmal als Ankündigung. Da sich rückwärts nun aber reichlich schwer erzählen lässt, fange ich lieber von vorne an. Unsere heutige Geschichte beginnt mit einem Besuch im IKEA von Ryde. Das Wetter ist wunderbar, die Sonne scheint, es ist warm und wir stampfen einen gesamten IKEA-Vorfühweg entlang, um eine passende Matratze für uns zu finden. In der Kinderabteilung werden wir dann letzlich fündig. Das Ergebnis: einwandfrei. Unser Bettgestell ist nochmals…
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There is so much to learn
Guten Abend werte Mitleser! Und das ,,Guten Abend“ statte ich jetzt mal mit einer gewissen Flexibilität aus, schließlich weiß ich selber noch nicht, wann ich den Text, den ich jetzt am 19.09.2015 schreibe, auf Tumblr hochladen werde. Den riesen Rummel um den Autokauf haben wir endlich hinter uns gebracht. Wir haben unseren Van und sind auch zufrieden mit ihm, denn er fährt. Und das ziemlich rund für die 340.000 Kilometer, die er auf dem Buckel hat. Leider ist die Liegefläche hinten zu schmal für zwei breite Türsteher wie uns. Wobei sagen wir es besser so: Theoretisch ist die Matratze breit genug…praktisch kommt diese Breite für knapp ein Jahr nicht in…
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Von Magnetic Island bis Gotham City
Selbst James Cooks Kompass, jener Kompass des berühmten Kapitäns und berüchtigten Seefahrers, der als erster Europäer Australiens Ostküste entdeckte, fand diese Insel, die schon von den Strandpromenaden Townsvilles klar zu sehen ist, auf magische, magnetische Art anziehend. Die Legende besagt, dass sein britischer Besitzer, der gute James, so auf die Idee kam, diese Insel nach dem zu benennen, was sie ist: Magnetic Island – Magnetische Insel. Und so kam es, dass auch wir diesem Magnetismus nicht ganz widerstehen konnten und ohne jeglichen Widerwillen auf die Fähre Richtung Nelly Bay gezogen wurden. Wir waren zu dritt auf Magnetic gereist und hatten ursprünglich geplant, auf eine von den eigentlich monatlichen Vollmond-Parties, die…
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Die Whitsundays
Wer kennt noch den Otto-Witz? Journalist: “Frau Surbier, sie wohnen jetzt seit 10 Jahren an der Autobahn. Haben sie irgendwelche Folgeschäden?” Frau Surbier (spricht die Worte wie vorbei fahrende Autos aus, und dreht dabei ihren Kopf von links nach rechts und wieder zurück): “Neiiinnnn, neiiiiin, neiiiiin, neiiiiin!” Also ich schon. Witzig find ich den auch immer noch, nur muss auch ich einsehen, dass dem Witz ein bisschen die Schärfe genommen wird, wenn man ihn niederschreibt. Dennoch sitzen wir zwei Lümmel wie Frau Surbier mit aufgeschlagenen Zelten an der Autobahn und haben Nackenschmerzen. Unsere Nackenschmerzen kommen aber nicht vom Auto- sondern Fische hinterhergucken. Schließlich haben wir den ganzen Tag auf einem…
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RTL-Jahresrückblick
Servus! Es sind zwar wieder nur 2 Tage bis zum letzten Blogeintrag vergangen, aber ich fühle mich jedes Mal, als säße ich im RTL-Jahresrückblick bei Günther Jauch, so viel ist passiert…und dabei können wir nicht mal behaupten, Sydney in den letzten zwei Tagen wesentlich besser kennen gelernt zu haben. Schließlich müssen wir noch immer die Nächte in von Kakerlaken besuchten Hostelzimmern verbringen, da wir bisher noch kein Auto in unseren Reihen begrüßen können, welches das unschlagbare Trio komplettiert. Gerüchten zufolge sollen die Geschäftsführer Lucas und André allerdings kurz vor dem Abschluss eines Tranfers stehen. Das Auto hinter den vielen Fragezeichen ist ein Toyota Campervan, welcher dem Duo durch…
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Blubberfaselblubberfasel
Liebes Tagebuch, nach ca. 3 Tagen melde ich mich endlich mal wieder, um zu erzählen. Wir haben die kompletten letzten Tage damit verbracht, nach einem geeigneten Auto für uns zu suchen. Das heißt: Im Internetz nach Autos suchen, Termine vereinbaren und dann durch die halbe Stadt düsen, um in 40% der Fälle stehen gelassen zu werden, durch eine kurzfristige Absage (oder gar keine). Mit der Wochenkarte geht das zwar recht angenehm, aber wenn man im Zentrum von Sydney, dem Downtown wohnt, das, bei genauerer Betrachtung, ganz am Rand der Stadt liegt, dann ist eine Fahrt NUR mit der Bahn schonmal 1 Stunde lang. Der erste Besichtigungstermin: In einem Außenbezirk. Nach…
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Wie man sich so die Zeit vertreibt
Hallo Leute, die ersten Tage unserer Reise sind verstrichen und bisher lässt sich noch wenig sagen. Wir sind weiterhin in Sydney und nutzen das teilweise schlechte Wetter um organisatorische Dinge zu erledigen. Da wir leider keine eigene Bank besitzen, um unsere eigenen Fälle selbst zu bearbeiten, müssen wir in hier eine Woche lang auf unsere Dokumente, wie zum Beispiel die inländische Kreditkarte warten. In der freien Zeit stehen allerdings weitere, genauso dringende Dinge an, schließlich kommt das Auto nicht von selbst zu uns. Wir haben zwar noch keinen Erfolg beim Autokauf verbucht, morgen ist unsere erste Besichtigung, dennoch genehmigen wir uns auch ein paar Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten dieser Großstadt…
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Prolog
Nun kann es also endlich, nach so langer Planungs-und Wartezeit, losgehen. Wir, Lucas (18) und André (19), werden in gut einer Woche für ein Jahr in Richtung Australien verschwinden, um dort herum zu reisen, neue Leute kennen zu lernen und um wohl oder übel zu arbeiten. Bevor wir aber nun wirklich starten können, mussten wir viel vorbereiten. Dabei haben wir natürlich viele Blogs gelesen, Reise-Videos geschaut und uns mit dem einen oder anderen Backpacker persönlich unterhalten, um wichtige Ratschläge zu erhalten. Mich, André, hat es allerdings ein bisschen gestört, dass in kaum einem Blog Texte zu den Planungen verfasst wurden, um späteren Reisenden Tipps zu geben. Das werden wir gleich mal…





















