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Bale Mountains Trekking Guide: Route, Kosten, Packliste und Reisezeit
Wanderfreunde aufgepasst: Wer in Äthiopien mehrere Tage abseits der Zivilisation unterwegs sein möchte, ist in den Bale Mountains genau richtig. Auf dem Hochplateau in über 3.000 Metern Höhe leben seltene Tiere wie der äthiopische Wolf und die Bergnyala. Dazu kommt einer der letzten großen Regenwälder des Landes. Die Region beherbergt eine außergewöhnliche Flora und Fauna und lässt sich dank der aktuell guten Sicherheitslage (Stand März 2026) vergleichsweise unkompliziert bereisen. Luxusreisende und Saunafreunde dürfen an dieser Stelle allerdings aufhören zu lesen: In den Bale Mountains wird es unbequem – und vor allem kalt. In diesem Blogeintrag erfährst du alles, was du für die Planung deiner Reise in die Bale Mountains wissen…
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Peaks of the Balkans Wanderung Prolog – Schifffahrt nach Albanien
Nach meinem Sprachaufenthalt in Frankreich und Durchreise durch Italien sollte der zweite Abschnitt meiner Reise am Hafen von Ancona beginnen: Die Wanderung der Peaks of the Balkans Tour durch Albanien, Kosovo und Montenegro. Bevor ich allerdings die 25,000 Tonnen schwere Claudia besteigen sollte, verbrachte ich ein paar Tage in dem Ort, in dem ich zu genau dieser Zeit fast meinen Master begonnen hätte: Rimini. Über die Zeit in Italien brauche ich nicht viele Worte zu verlieren. Rimini ist den meisten wahrscheinlich als Mekka des Sauftourismus bekannt und dem möchte ich nicht widersprechen. Sinkende Touristenzahlen im Herbst mischen sich mit konstant hohen Getränkepreisen, doch das ist kein Problem, wenn man einen…
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Peaks of the Balkans Wanderung Teil 1 – Mit Feta über den Valbona-Pass
Ich bin noch keine Stunde gewandert und schon stehe ich mit nassen Sachen an einem leicht bewölkten Sonntagmorgen im Wald, auf meinem Rücken ein schwangerer Elefant. Doch alles der Reihe nach: Die erste Etappe der Peaks of the Balkans Wanderung sollte mich von Theth über den Valbona-Pass auf 1800m Höhe und dann ins Valbona-Tal bringen. Nach einem ausgiebigen Abendbrot mit Omelette, Feta und vielen weiteren Reisenden, die in überwiegender Mehrheit für einen Tagesausflug angereist sind, folgte eine Ukulele Jamsession und schließlich die Nachtruhe. Es ist schon eigenartig, dass ich im Urlaub früher aufstehe als während meines gewöhnlichen Berliner Alltags. Um 7 Uhr saß ich also schon im Speisesaal und verzehrte…
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Peaks of the Balkans Wanderung Teil 3 – Berggewitter und Mörderhunde
Abendessen im Gasthaus Kulla. Eines der vielen Gerichte kommt in einer braunen Ofenschale daher und ist auf dem ersten Blick schwer identifizierbar. Ich frage nach. Milch, Ei und…hier stockt meine Gastgeberin und auch ihre Kinder wissen die Vokabel nicht zu übersetzen. Während frühere, Pre-Internetgenerationen sich mit dem unzureichend artikulierten Rezept zufriedengeben mussten, liefert uns das weite Netz heutzutage mit seinen unbegrenzten Möglichkeiten Übersetzungsmaschinen, die nur darauf warten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen zu können. Nun was ist also die letzte, entscheidende Zutat? Die Maschine rödelt. Das Ergebnis: Gynäkologe. Zugegebenermaßen unerwartet, wer hätte schon gedacht, dass ein Gynäkologe mit Ei und Milch so gut schmecken kann. Mein Pausentag Mein Pausentag im…
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Peaks of the Balkans Wanderung Teil 4 – Pfeffergel und Aberglaube
Nach dem die letzten beiden Tage landschaftlich nicht überwältigend waren, ging es an einem glücklicherweise regenlosen Sonntag wieder ins alpine Hochgebirge. Am reich gedeckten Frühstückstisch war das bestimmende Thema unserer spontan und lose zusammengewürfelten Gruppe noch potenzielle Verteidigungsmaßnahmen gegen Bären, Wölfe, Hunde oder Menschen, die „der“ Nutella sagen. Ein Augsburger, Jahrgang 1945, hatte dabei ein ganz neues Produkt auf dem Markt entdeckt: Pfeffergel. Anders als das gleichnamige Spray, muss man sich bei dieser Variante etwas näher an den Übeltäter heranwagen. Das gesteigerte Gefahrenpotential wird dabei aber durch eine beeindruckende Erfolgsquote ausgeglichen, sofern man die Creme auch sorgfältig mit den beiden Daumen in einer Kreisbewegung in die Augen des Gegenübers einmassiert.…
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Peaks of the Balkans Wanderung Teil 5 – Nebelberge zum Schluss
So langsam taten mir die Füße weh. Ohne die Leserschaft mit verstörenden Details meiner untersten Körperregion zu verstören, muss ich loswerden, dass meine Fersen durch das ganze Bergaufsteigen ziemlich weh taten. Doch mittlerweile, es waren ja nur noch zwei Etappen zu bewältigen, flog ich auf einer Welle der Euphorie des bevorstehenden Zieleinlaufs. Dann werde ich endlich alle Zeit der Welt haben, weitere Synonyme für Wörter wie „Etappe“, „Aufstieg“ und „Ziel“ zu finden, damit ich auch mal einen Blogeintrag ohne diese Vokabeln schreiben kann. Etappe 9: Plav nach Vusanje Ich startete den Tag im idyllischen Plav, dem am See gelegenen Ort mit seiner Holzmoschee. Bei einer hier ansässigen Bäckerin kaufte ich…
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Tirana nach Budapest – Eine Odyssee
Während diese sich nach unserer Ankunft in einem Spa-Hotel wie Götter behandeln ließen (zugegebenermaßen, das ist es, was wir Berliner sind), erlebte ich eine Odyssee ganz anderer Art. Trotz geringer Ausgaben auf der Wanderung, hielt ich es für angemessener in einem vom Internet empfohlenen Hostel zu übernachten. Als ich in dieses hineintrat, empfing mich eine düstere Gesellschaft herumlungernder Männer mit blutunterlaufenden Augen. Der rötlich-leuchtende Vorraum war mit schwitziger Luft geschwängert. Ich erkundigte mich bei demjenigen aus der Gruppe, der es noch am ehesten vollbrachte, ein minimales Maß an Vertrauen in mir zu erwecken, nach dem Gastgeber. Als dieser in seinem verschwitzten Feinripphemd hustend aus seinem Zimmer torkelte und mir das…
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Camping in Südschweden – Eine Fotoreise
Für eine Woche reisten Lucas und ich durch Südschweden. Von Ystad aus schafften wir es bis hoch nach Jönköping und zum Sommen-See, mehrere hundert Kilometer, und doch nur einen Daumen breit auf der Landkarte. Wir zelteten meist in der Natur, wie zum Beispiel an Seen oder in Wäldern. Tagsüber schauten wir uns Nationalparks und Naturreservate an.
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Kamerun zu Fuß: 2 Tage Trekking und Camping in den Manengouba-Bergen
„Ohje, wird das was mit der Wanderung?“ fragte ich mich, als in der Nacht zuvor ein heftiger Regenschauer auf unsere Dächer trommelte. Wir befanden uns im nördlichen Littoral Kameruns, am Rande der 2.500 Meter hohen vulkanischen Manengouba-Bergkette. Vor uns lag eine zweitägige Wanderung zu Kraterseen und Hirtendörfern. Ich schloss noch einmal die Augen und hoffte, dass der Regen vorbeiziehen würde. Am Morgen war die Luft rein und die Sonne versteckte sich hinter harmlosen Wolken – bestes Wanderwetter. Unser Marsch begann an der Villa Kleber-Collier, unserer Unterkunft, der der Regen letzte Nacht alle Dächer gereinigt hat. Wir waren zu viert: Mein Vater, Flavy, ich und unser Guide Alidou, kurz Ali. Er…
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Mein Osterwochenende in Kamerun
In Kamerun ist das Osterwochenende etwas kürzer als in Deutschland. Karfreitag ist auch hier Feiertag, aber am Ostermontag geht’s für Angestellte wie mich schon wieder zurück ins Büro. Genug Zeit aber, um dem Alltag zumindest ein bisschen zu entkommen. Am Freitag bin ich zur Abenddämmerung auf den Nkolondom-Berg nördlich von Yaoundé gewandert. Sonntags war ich auf der Ostermesse. Bei beiden Events hatte ich meine Kamera dabei und nehme euch daher jetzt mit durch eine Bilderserie und die dazugehörigen Geschichten. Wandern bei Dämmerung ist in Kamerun eine heikle Angelegenheit. Zwischen Nachmittagshitze und Finsternis liegen nämlich nur zwei Stunden. Die ersten Kilometer absolvierten wir demnach schwitzend und schnaufend und mussten uns trotzdem…










