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Winter is coming…aaand it’s gone
Einzig und allein das Wetter und meine laufend triefende Nase konnten der Idee der gemeinsamen Wanderung doch noch einen Strich durch die Rechnung machen. Dabei war das Wetter an jenem Sonntag noch nicht einmal auf dem Höhepunkt seiner Wechselhaftigkeit angelangt. Gestern nämlich fing es, zwar nicht aus heiterem Himmel, aber doch recht überraschend an zu schneien. Innerhalb weniger Stunden nur lag ganz Luxemburg in einer frostigen weißen Decke. Doch die Idylle hielt lediglich wenige Stunden an, schon bildeten sich an den Straßen braune matschige Ränder, die ich bisher immer für ein rein ostdeutsches Problem gehalten habe. Der Schneemann der Grundschüler war noch nicht einmal fertig gebaut, schon begann er allmählich…
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Ich bin Metz gern begegnet (und habe überlebt)
Nach dem Überschreiten der luxemburgisch-französischen Grenze wurden wir als erstes vom rauchenden Atomkraftwerk in Cattenom in Empfang genommen. Immerhin hat die Anlage ganze 2,8 von fünf möglichen Sternen auf Google Maps eingefahren. Um nicht selbst politisch Stellung beziehen zu müssen, möchte ich deshalb gerne meinen Mitkritikern Platz auf meiner digitalen Bühne verschaffen. So bemängelt Luc Gierten mit seinem Kommentar „Nukular, das Wort heisst Nukular“ die als ungenügend zu betrachtenden Bemühungen in Hinblick auf die Namensgebung des Kraftwerks. Colin W. scheint jedoch vornehmlich begeistert, seine 5 Sterne Bewertung begründet er mit den Worten: „Ehrenmänner ps4 rattert ohne Probleme“. Währenddessen informiert uns Darius Weidner mit den allerneuesten Begebenheiten in Hinblick auf das…
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Von Fahrstühlen und Lacrosse
Nachdem mein letzter Ausflug halbtot auf den Stufen der Kasematten endete, nahm ich mir vor für das nächste Mal einen anderen Weg für die Besteigung der ehemaligen Festung zu suchen. Ohne dass es jedoch großartig geplant gewesen wäre, stieß ich bei meinem nächsten Spaziergang durch eines der vielen, kleinen Täler unverhofft auf einen Fahrstuhl, der innerhalb weniger Sekunden 65 Meter gen Himmel schoss, um mich sogleich oberhalb des Pfaffenthals auszuwerfen. So einfach geht das also, wenn man nur weiß wo. Allerdings blieb ich, ganz zum Wunder der Einwohner im Fahrstuhl stehen, denn ich wollte noch ein paar Runden drehen. Eine Ortskundige machte mich, sobald sie gemerkt hat, dass ich wohl…
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Ein erster Rundgang
Wie bei einer von Vati gebauten Modelleisenbahn formen sich Felsen, Täler, Flüsse und Bäume in Luxemburg zu einer pittoresk anmutenden Landschaft. So jedenfalls besagen es die vielen Reiseführer, die ich nicht gelesen habe. Da wo mein erster Spaziergang begann, war allerdings noch nicht sonderlich viel von künstlich auf eine Holzplatte geklebten Plastikbäumen, an deren Boden zu dick aufgetragener und hart gewordener Klebstoff rausragte, zu sehen. Geschweige denn von schönen Landschaften. Dafür ging es architektonisch heiß her, denn ich startete im Europazentrum Luxemburgs – dem Kirchberg-Plateau. Morgens waren die breiten Straßen zwischen den vielen kolossalen Glasbauten wie leergefegt. Nur ein paar Sportler rannten mal links, mal rechts an mir vorbei. Mutterseelenallein…
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Lëtzebuerg: Nummer 1 von ungewiss
Die Tür stand halb offen, als ich neugierig aus dem Fahrstuhl schmulend meine vielen Gepäckstücke in Richtung des Eingangs manövrierte. Auf dem kurzen Weg kratzte mein Koffer, den ich in der linken Hand festhielt, einen Teil des Putzes ab, während der Hals meiner Gitarre, die in meiner anderen Hand lag, freudig hin und her schwenkte. Kaum stand ich vor der Tür, hieß mich ein älterer Herr, sicher schon über die siebzig hinaus, willkommen. In dem Moment gehen einem sehr viele verschiedene Gedanken durch den Kopf und alle haben eine Gemeinsamkeit. Fast schon panisch versuchen sie aus möglichst wenigen Informationen, möglichst genau die Zukunft zu prognostizieren. Älterer Mann, heißt das es…
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Auf dem Weg nach Lille
Mit dem Ziel Lille im Kopf verlasse ich meine Unterkunft in Calais. Mein Host Adib begleitet mich auf meinen letzten Metern durch die Stadt am Ärmelkanal. Da heute Sonntag ist, spiele ich mit dem Gedanken endlich in die englische Notre Dame hineinschauen zu können. Adib will draußen warten, da er aufgrund seines muslimischen Glaubens keine christlichen Kirchen betreten darf. Es kommt aber auch gar nicht so weit, denn auch für mich ist der Eintritt heute versperrt. Anscheinend ist die Frauenkirche auch heute nicht geöffnet und so werde ich wohl nie herausfinden, was sich im Inneren dieser Burgkirche verbirgt. Nachdem wir gemeinsam noch einen Kaffee trinken, kaufe ich mir das Bahnticket…
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Gegen Wind und Wetter
Die Jalousien öffnen sich und hinein scheint die Sonne. Den Himmel zieren nur dünne, streifenförmige Wolken, deren Namen nur mein Vater kennen würde. Draußen ist es zwar immer noch sehr kalt, doch das hindert die Busse heute nicht am Fahren. Noch bevor ich meine Tour zum Cap Griz Nez starte, besteige ich den Leuchtturm direkt neben meiner Unterkunft, in der Nähe des Hafens von Calais. Zusammen mit einem sich sehr in der Gegend auskennenden Leuchtturmmitarbeiter und einem Schweizer Pärchen erklimme ich die zweihundertund…waren es fünf? Stufen des Leuchtturms. Oben angekommen hat man eine schöne Sicht und ist sogar etwas höher als wenn man auf das Rathaus steigt. Zwar ist das…
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Regen auf Backstein in Calais
Wie befürchtet rieselte am Morgen der Schnee leise auf die Dächer der Stadt Boulogne am Meer. Doch schon bevor ich das Haus verlasse sind die Wolken weitergezogen und ich bin optimistisch gestimmt, die Wanderung heute machen zu können. Ein Bus soll mich in eine Gemeinde kurz vor dem Cap Griz Nez fahren, doch ich muss ernüchtert feststellen, dass heute keine Busse aufgrund des Schnees die Stadt verlassen. Es gibt auch keine passende Zugverbindung, sodass ich die Tour für heute absagen muss. Stattdessen entschließe ich mich direkt nach Calais zu fahren, mit dem Gedanken, morgen, bei besserem Wetter die Strecke zum Cap laufen zu können. Calais kam in der letzten Woche…
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Entlang der Côte d´Opale
Den Schlaf habe ich gut gebrauchen können. Als ich wieder aufwache steht die Sonne zwar tief aber kräftig strahlend am Himmel. Das Wetter heute soll ausgezeichnet werden – kein Regen und kein Schnee. Allein gegen die Kälte wird auch die Sonne nicht komplett ankommen können. Heute habe ich mir eine Stadtbesichtigung vorgenommen und will mir außerdem noch Wimereux, ein kleines Nachbarörtchen von Boulogne Sur Mer ansehen. Boulogne Sur Mer, kurz Boulogne, liegt am Ärmelkanal, von dem aus man heute sogar bis nach England schauen kann. Ich verlasse die Unterkunft und schlendere zuerst die Straßen entlang, gemächlich in Richtung Altstadt. Meine Lippen sind schon nach ein paar Stunden Kälte von gestern…
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Auf dem Esel durch Peru
Noch nie in meinem Leben habe ich so königlich geschlemmt. Mit dem vom Flughafenpersonal ausgehändigten Essensgutschein im Wert von 4,50€ lassen sich im Terminal mehrere ganze Mahlzeiten zu sich nehmen. So kommt es, dass ich also hier auf dem Flughafenboden mit einem deftigen Schweinebraten auf dem Schoß, die Bratensoße und Sättigungsbeilagen neben mir ausgebreitet, sitze. Den ersten Gang, eine deftige Knoblauchsuppe samt Begrüßungscocktail habe ich schon in meinen gierigen Hals geschlungen. Das Vanilleeis, umgeben von warmen Himbeeren und Kokosraspeln wartet nur noch darauf, von meinem persönlichen Kellner und Fünf-Sternekoch serviert zu werden. Ohne zu fragen wird mir mit einer Serviette die von der Sauce bekleckerte Wange gesäubert. Total gesättigt und…











