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Flugreisen und ihre Auswirkungen auf die menschliche Psyche
Man reist innerhalb von fünfzehn Stunden ans andere Ende der Welt und bequemt sich dann noch sich darüber zu echauffieren, dass die in den Lüften servierte Mahlzeit fad schmeckt. Flugreisen haben der menschlichen Spezies die Möglichkeit eröffnet, sein angeborenes Komfortbedürfnis auch in tausenden Metern Höhe, bei eisigen Temperaturen und rasender Geschwindigkeit auszuleben. Doch genau wie bei Busfahrten, die ich schon vor ein paar Monaten thematisierte, agiert unsereins im Umgang mit den veränderten Lebensbedingungen nicht immer souverän. In diesem Blogeintrag möchte ich erneut Erfahrungen teilen und den Menschen Handlungsempfehlungen für die Zukunft anbieten.
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Auf dem Esel durch Peru
Noch nie in meinem Leben habe ich so königlich geschlemmt. Mit dem vom Flughafenpersonal ausgehändigten Essensgutschein im Wert von 4,50€ lassen sich im Terminal mehrere ganze Mahlzeiten zu sich nehmen. So kommt es, dass ich also hier auf dem Flughafenboden mit einem deftigen Schweinebraten auf dem Schoß, die Bratensoße und Sättigungsbeilagen neben mir ausgebreitet, sitze. Den ersten Gang, eine deftige Knoblauchsuppe samt Begrüßungscocktail habe ich schon in meinen gierigen Hals geschlungen. Das Vanilleeis, umgeben von warmen Himbeeren und Kokosraspeln wartet nur noch darauf, von meinem persönlichen Kellner und Fünf-Sternekoch serviert zu werden. Ohne zu fragen wird mir mit einer Serviette die von der Sauce bekleckerte Wange gesäubert. Total gesättigt und…
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Mit letzter Kraft
„Was bleibt einem da noch zu sagen? Verantwortungslos. Unüberlegt. Unglaublich, skandalös und schamlos. Die letzte Akzeptanz sollte spätestens jetzt verloren gegangen sein. Mehr bleibt einem da wirklich nicht zu sagen. Doch dieses Thema wird auch in ein paar Wochen noch für mächtig Gesprächsbedarf sorgen. Im Hintergrund speisen sie doch eh schon die prächtigen Spesen ab, die sich dann auf den Konten auf irgendeiner Pazifikinsel vermehren. Doch den Anschluss zum Boden haben sie schon längst verloren. Wer hat die denn so groß gemacht? Und jetzt nach einer halben Ewigkeit appellieren sie dann wieder, dass man ihnen zuhören muss. Diese faulen Blogautoren werden sich halt nie ändern!“ „Hallo Leute! Ich möchte gerne…
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Der Weg in eine andere Welt
Noch ist es dunkel. Bevor der Tag beginnt, werfe ich meinen Wahlschein in den Briefkasten. Ich bewege mich anschließend geradlinig Richtung Bahnhof. Vor mir auf der Treppe torkeln zwei betrunkene Jugendliche auf dem Weg nach Hause. Einer der beiden macht mit einem indischen Akzent einen Inder nach. Mein Rucksack ist dieses Mal etwas schwerer geworden. Mit mir im Gepäck sind einige Italienisch Bücher, „1984“ von George Orwell und ein indischer Reiseführer. Schweren Fußes und leichten Gewissens steige ich in die S-Bahn und höre der Partymusik zu, die einige junge Erwachsene über ihre Musikbox abspielen. Eine mir gegenübersitzende, nicht mehr ganz so junge erwachsene Frau, guckt etwas nostalgisch abwechselnd auf den…










