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Garoua – Stadt des Nordens
Ich bin der Arbeit wegen für eine Woche in Garoua, die mit ihrem Buschland zur Sahelregion gehört. Im Flieger fielen mir bereits die vielen schroffen Hügel um die in einem Hitzekessel liegende Stadt auf. Sie ist zuallererst gekennzeichnet durch eine trockene Hitze, im März klettert das Thermometer gerne einmal bis zu 45 Grad hoch, wenn es vorher nicht schon zerplatzt ist. Der Ort wird überwiegend von den einstigen Nomaden, den Fulbe bewohnt und ist überwiegend muslimisch.
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Die Glückszahl meines Taxifahrers
Schon ein merkwürdiger Geruch, dem die Kameruner jeden Tag ausgesetzt sind, wenn sie allmorgendlich an mir vorbeilaufen: Eine Mischung aus Schweiß, Sonnencreme, Mückenspray und schließlich Parfüm, um im Büro souverän zu wirken. Doch der Austausch von kuriosen Eindrücken ist beidseitig, denn auch ich wurde innerhalb der letzten Woche mit merkwürdigen und eindrucksvollen Dingen konfrontiert, von denen ich euch in diesem Blogeintrag berichten möchte. Fangen wir am besten mit dem ersten Punkt auf meiner eben genannten Odeur-Liste an: Schweiß. Viele Menschen in Kamerun wirken ziemlich sportlich und fit. Während die Muskeln einiger jungen Männer wie Bögen gespannt sind, sieht man Damen nicht selten in kurviger „S“-Form ihres Weges stolzieren. So kommt…
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Gorillas und der Drang nach Schlaf
Nach zwei Stunden Schlaf saß ich im Taxi und aus dem blechernen Autoradio donnerte mir Whitney Houston ein ganzes Album lang ihre Beziehungsprobleme ins Ohr. Ich richtete meinen Blick auf den leidenschaftlich mitsingenden Fahrer und machte nicht nur das sich im Rückraum des Vehikels ansammelnde Kohlenmonoxid für meine Kopfschmerzen verantwortlich. Es war das Wochenende, an dem ganz Kamerun muslimisch wird und sich den Mond herbeisehnt. Schließlich würde das einen weiteren nationalen Feiertag herbeiführen und damit das Wochenende auf vier Tage verlängern. Und als es dann endlich so weit war, wurde am Montagabend wie an einer deutschen Grundschule der Unterrichtsausfall verkündet: In jedem WhatsApp Status erschien das herbeigesehnte Dekret des Präsidenten…
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Winter is coming…aaand it’s gone
Einzig und allein das Wetter und meine laufend triefende Nase konnten der Idee der gemeinsamen Wanderung doch noch einen Strich durch die Rechnung machen. Dabei war das Wetter an jenem Sonntag noch nicht einmal auf dem Höhepunkt seiner Wechselhaftigkeit angelangt. Gestern nämlich fing es, zwar nicht aus heiterem Himmel, aber doch recht überraschend an zu schneien. Innerhalb weniger Stunden nur lag ganz Luxemburg in einer frostigen weißen Decke. Doch die Idylle hielt lediglich wenige Stunden an, schon bildeten sich an den Straßen braune matschige Ränder, die ich bisher immer für ein rein ostdeutsches Problem gehalten habe. Der Schneemann der Grundschüler war noch nicht einmal fertig gebaut, schon begann er allmählich…
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Lëtzebuerg: Nummer 1 von ungewiss
Die Tür stand halb offen, als ich neugierig aus dem Fahrstuhl schmulend meine vielen Gepäckstücke in Richtung des Eingangs manövrierte. Auf dem kurzen Weg kratzte mein Koffer, den ich in der linken Hand festhielt, einen Teil des Putzes ab, während der Hals meiner Gitarre, die in meiner anderen Hand lag, freudig hin und her schwenkte. Kaum stand ich vor der Tür, hieß mich ein älterer Herr, sicher schon über die siebzig hinaus, willkommen. In dem Moment gehen einem sehr viele verschiedene Gedanken durch den Kopf und alle haben eine Gemeinsamkeit. Fast schon panisch versuchen sie aus möglichst wenigen Informationen, möglichst genau die Zukunft zu prognostizieren. Älterer Mann, heißt das es…













